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Beitrag  Director am Mo Aug 06, 2012 8:36 pm

Mit der U- Bahn kann man von jedem Ort zum anderen gelangen. Durch komplett New York City geht es aber nur mit einer Metro Card!
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Re: Subway

Beitrag  Catherine Bennett am Do Okt 11, 2012 6:54 am

Ich war schon spät dran, die Bahn nach Greenwich Village würde in einer Minute kommen. Aber da die U-Bahn meist zu spät kam und ich nur noch die Treppen hinunter gehen musste, machte ich mir nicht all zu große Sorgen. Als ich jedoch die unterste Stufe erreicht hatte, sah ich, dass die Bahn bereits angekommen war und die Türen geöffnet waren. Ich stürmte sofort los, so schnell wie meine High Heels es zuließen, aber ich war nicht schnell genug. Gerade als ich die erste Tür erreicht hatte, schloss sie sich vor meiner Nase.
"Verdammt.", fluchte ich lautstark, als die Bahn sich wieder in Bewegung setzte und mich verlassen am Bahnhof stehen ließ.
Aber immerhin war ich nicht die Einzige, die es nicht mehr rechtzeitig geschafft hatte. Ein paar Meter neben mir, stand ein Mann, der mindestens genauso begeistert aussah wie ich. Ich seufzte und setzte mich auf einen der drei Warteplätze, die in der Mitte der Halle standen. Aus meiner Handtasche kramte ich mein Handy und tippte schnell meinem Freund, dass ich eine Bahn später nehmen würde. Wir hatten eigentlich geschäftliches zu Regeln, aber das ließ sich auch auf das geplante Essen in Manhattan heute Abend verschieben.
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Re: Subway

Beitrag  Thomas Doyle am Do Okt 11, 2012 8:06 am

Ziemlich genau, als ihn nur noch knappe drei Schritte von der Zugkabine trennten, schlossen sich die Türen der U-Bahn summend und fuhr diese davon. Ohne hin. Fluchend warf er einen Blick in den Tunnel, in dem die Lichter des Zuges verschwanden. Es war nicht so, dass er es im Moment wirklich eilig hatte, aber wenn man die U-Bahn verpasste, dann fluchte man schlicht und einfach aus Prinzip. Ausserdem schaffte er es beinahe jedes Mal das verdammte Ding zu verpassen.
Grundsätzlich mied er eigentlich die öffentlichen Verkehrsmittel, denn war man damit für seinen Geschmack zu abhängig von anderen. Meist lief er lieber, wenn er irgendwohin wollte und ihn das nicht gleich Stunden kostete. Jetzt war er im Grunde auch nur hier, weil man für heute Regen gemeldet hatte und er nicht vor hatte den Rest des Tages in klatschnassen Sachen durch die Gegend zu laufen. Wie sein Glück jetzt lag würde es aber wohl gerade zu regnen anfangen, wenn er aus dem Subway hinaus kommen würde. Wäre jedenfalls mal wieder typisch.
Die Hände in den Taschen seiner Hose vergraben lief schlendernd auf die Tafel mit den Abfahrtszeiten zu. Er wusste, wann der nächste Zug kommen würde, aber schlug er damit wenigstens etwas Zeit tot. Wenige Meter von ihm entfernt setzte sich seufzend ein junge Frau auf einen der Sitzplätze und begann in ihrer Tasche zu kramen. Irgendwie schienen wartende Frauen immer in ihren Handtaschen zu wühlen. Er verstand nicht wirklich, was einem eine Tasche brachte, wenn man Ewigkeiten brauchte um darin etwas zu finden, aber war das ja nicht seine Sache. Aus den Augenwinkeln beobachtete er, wie sie nach einer Weile ein Handy zu Tage förderte, bevor er sich wieder dem Zeitplan vor sich widmete und diesen mit der Zeit auf seiner Armbanduhr verglich. Eigentlich spielte es aber keine Rolle, was jetzt für Zeit war, denn waren die Ankunftszeiten hier nicht mehr als eine Richtlinie und war es meist reine Glückssache, ob die Bahn dann ankam, wann sie sollte.
Nach einer Weile, die sich zwar endlos anfühlte, aber lediglich als knappe zwei Minuten herausstellte, wandte er sich von der Tafel ab und lehnte sich seufzend dagegen. Kurz spielte er mit dem Gedanken einfach wieder nach oben zu gehen und sich doch einen kleinen Fussmarsch durch New York anzutun, aber wahrscheinlich würde der nächste Zug hier ankommen, bevor überhaupt wieder an der Oberfläche war. Ausserdem könnte es ja trotzdem sein, dass es nächstens zu Regnen beginnen würde. Lieber wartete er noch etwas. Er könnte ja noch immer gehen, wenn es ihm zu lange dauerte.
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Re: Subway

Beitrag  Catherine Bennett am Do Okt 11, 2012 10:01 pm

Mein Handy vibrierte und ich sah die Nachricht von meinem Freund. Wir würden im Steakhouse essen gehen und dabei unseren neuesten Plan ausbessern. Es sollte ein großes Ding werden und wir hatten es so gelegt, dass das ganze Geld am Ende allein zu uns fließen würde und unsere "Helfer" nichts bekämen.
Aber die Zeit wurde langsam knapp, wenn ich vorher noch einmal nach Hause wollte, um mir was schöneres für heute Abend anzuziehen und natürlich meine Shoppingtüten zu verstauen. Vielleicht hätte ich mir ein Taxi nehmen sollen, aber die Straßen waren so voll, dass es wahrscheinlich noch länger dauern würde, bis ich in unserem Hotel angekommen wäre.
Irgendwie musste ich jetzt weiter Zeit tot schlagen, also beobachtete ich die Tafel, die oben an der Mauer angebracht war und Zeit, sowie die Ankunft des nächstes Zuges anzeigte. Noch zwölf Minuten, bis die nächste Bahn kam. Super, ich hatte schon drei Minuten geschafft.
Ich stand auf und lief ein wenig auf und ab. Der Mann von eben lehnte an der großen Tafel, die alle Fahrtzeiten der Züge beschrieb und da niemand anderes hier unten stand beobachtete ich ihn ein wenig. Aber viel regte sich in seiner Miene nicht, also wandte ich meine Aufmerksamkeit wieder dem dunklem Tunnel zu, als würde die Bahn vielleicht jetzt schon kommen. Meine Taschen wurden mir langsam zu schwer und ich stellte sie neben mir ab. Die Anzeigentafel veränderte sich und zeigte nun an, dass zwei Minuten früher eine andere Bahn kommen würde. Der Mann hatte eben diese Anzeigetafel studiert, also wandte ich mich jetzt an ihn. "Entschuldigen Sie, wissen Sie vielleicht, ob diese Bahn auch an der Ecke 6th Street und 4th Avenue?"
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Re: Subway

Beitrag  Thomas Doyle am Fr Okt 19, 2012 3:59 am

Mehrmals spielte er immer wieder mit dem Gedanken, er könne doch einfach gehen. Im Grunde war er ja kein ungeduldiger Mensch. Er mochte es nur nicht zu warten, wenn er eigentlich eine andere Wahl hatte. Andererseits war er schon so lange da, dass die nächsten paar Minuten auch nicht mehr so lange dauern dürften. In der Zwischenzeit beschäftigte er sich hauptsächlich damit die Kacheln an der gegenüberliegenden Wand zu studieren, welche in einem farbigen Muster angeordnet waren, welches diesen Ort wohl etwas fröhlicher erscheinen lassen sollten. ES war ihnen nicht wirklich geglückt.
Ausser ihm waren kaum Menschen hier, was bei dieser Tageszeit auch nicht wirklich erstaunlich war. Natürlich stand noch immer die junge Frau da, die nun etwas ungeduldig auf und ab zu gehen begann und noch ein-zwei vereinzelte Menschen auf der Gegenüberliegenden Seite. Wirklich etwas Interessantes taten sie aber nicht. Umso erstaunter war er, als er merkte, dass er angesprochen wurde.
"Entschuldigen Sie, wissen Sie vielleicht, ob diese Bahn auch an der Ecke 6th Street und 4th Avenue?", fragte die Frau. Kurz wandte er seinen Blick auf die Anzeigetafel, um zu sehen, von welchem Zug sie sprach. Kurz runzelte er die Stirn, als er sich den Fahrplan in Erinnerung rief, bevor er antwortete.
„Nein, soweit ich weiss nicht. Oder nur wenn man etwas umsteigt, aber dann ist man ohnehin schneller, wenn man hier kurz ein paar Minuten länger wartet.“, gab er Auskunft.
Es war immer praktisch, wenn man die Fahrrichtungen und Haltestellen der einzelnen Linien kannte, wie er schon vor Jahren festgestellt hatte. So musste man nicht versuchen im Vornherein früh an der Haltestelle zu stehen, sondern konnte das mit der Ankunft des Zuges abstimmen. Einer der Gründe, weshalb er sich seit seiner Ankunft etwas mit den Abfahrtszeiten der Bahnen auseinanderzusetzen. Zwar war es ihm noch nicht geglückt sich alle Linien einzuprägen, aber die, die er etwas häufiger nutzte, kannte er inzwischen, ohne dass er sich gross darum bemüht hatte.
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